Wotanstein in Gudensberg: Menhir zu Maden - Insidertipps - Reiseführer - Urlaub in der Grimmheimat Nordhessen
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Wotanstein in Gudensberg: Menhir zu Maden

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von Karsten Koch, Magistrat der Stadt Gudensberg, 27.10.2009
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Wotanstein Gudensberg

Ein imposantes Megalithdenkmal findet sich noch heute im Gudensberger Stadtteil Maden: der so genannte Wotanstein.

Die von Menschenhand aufgerichtete Quarzitplatte ist 2,10 Meter hoch, 1,2 Meter breit und 0,55 Meter dick. Da in Maden kein Quarzit vorkommt, gehen Archäologen davon aus, dass der Findling im 3. Jahrhundert v. Chr. nach Maden gebracht und aufgestellt wurde. Er gilt als einer der bekanntesten Menhire Deutschlands. Eine frühgeschichtliche rituelle oder religiöse Nutzung
ist zwar nicht nachweisbar, aber aufgrund der auffälligen Häufung von
ähnlichen Menhiren im Gudensberger und Fritzlarer Raum anzunehmen. Es
könnte sich um einen heiligen Ort, einen Ort der Verehrung oder eine
Opferstätte handeln. Dass man die Verbindung zu Toten gesucht hat, ist
ebenfalls anzunehmen. Der Stein wurde wohl von den Chatten im 1.
Jahrhundert v. Chr. in der Sakrallandschaft Mattium als Verehrungsort des
Wotan genutzt.


Der Sage nach wollte der Teufel vom Gudensberger Lamsberg oder vom
Maderstein aus, die erste Kirche des Bonifatius in Fritzlar, die angeblich
aus dem Holz der Donareiche errichtet worden war, mit dem Stein
zerschmettern. Der Stein blieb ihm aber beim Werfen im Ärmel hängen und
fiel auf das Feld zwischen Maden und Obervorschütz. Die Eindrücke und
Löcher am Stein deutete man als Teufelskrallen.

 

Kontakt:
Magistrat der Stadt Gudensberg
Kasseler Str. 2
34281 Gudensberg
Telefon (05603) 933-0
Fax (05603) 933-222
www.gudensberg.de
info@gudensberg.de
 

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