Vom Grauen Männchen im Grauen Born - Märchen & Sagen aus dem Rotkäppchenland - Märchen & Sagen - Themen - Urlaub in der Grimmheimat Nordhessen
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Vom Grauen Männchen im Grauen Born

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Graues Männchen Willingshausen
© Rotkäppchenland

In Willingshausen wird diese Geschichte erzählt, weil die Quelle eines kleinen Wald-baches in der Gemarkung „Am Buchenköpfchen“ „Im grauen Born“ genannt wird.

Es gab drei Waldwiesen, die früher natürlich mit der Sense gemäht werden mussten. Ein Knecht wurde zum Mähen dort hin geschickt, und als er sich mit seinem Frühstück an den Waldrand setzte, erschien das „Graue Männchen“ und bat um einen Bissen Brot. Der Knecht gab nichts ab, er sagte dem Grauen Männchen: „Du hast nichts gearbeitet, du bekommst auch nichts zu essen.“ „Das wird dir noch leid tun“, sagte das Graue Männchen und verschwand. Als der Knecht seine Arbeit wieder aufnahm, entglitt im die Sense – aus der Nähe war schadenfrohes Gelächter zu hören – und verletzte ihn so schwer am Bein, dass er Zeit seines Lebens eine Behinderung hatte.

Die andere Version: Eine arme Frau nahm ihr Töchterchen mit zum Heumachen im Grauen Born. Die Mutter arbeitete, hatte das kleine Mädchen am Waldrand in den Schatten gesetzt und ihm auch ein Stückchen Brot in die Hand gedrückt. Als sie zurück kam, war von Weitem fröhliches Kichern zu hören. Die Mutter fragte ihr Töchterchen, ob denn jemand bei ihm gewesen sei. Das kleine Mädchen berichtete, dass es zum Wasser gegangen sei, um das Brot ins Wasser zu tunken. Da sei das Graue Männchen gekommen und hätte auch ein Stückchen Brot von ihm bekommen. Das Graue Männchen habe sich so gefreut, dass es für das kleine Mädchen getanzt habe. Und als beide nach Hause kamen, hatte alle Not ein Ende.

Auch heute sagt man noch, wenn sich jemand auf den Weg ins „Buchenköpfchen“ macht – ob Waldarbeiter oder Spaziergänger –: „Denk’ an das Frühstück für das Graue Männchen!“

Im Jahr 2005 hat die Stipendiatin Julia Oschatz diese Sage in einer modernen Version in einem Videofilm umgesetzt, der anlässlich ihrer Ausstellung in der Kunst-halle im Gerhardt-von-Reutern-Haus zu sehen war. Julia Oschatz stellt in ihren Werken oft eine „graue“ Kunstfigur dar, die von den Willingshäusern sofort mit dem Grauen Männchen in Verbindung gebracht wurde. (s. www.juliaoschatz.com )

 

Infos/Kontakt

Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft mbH
Malerkolonie Willingshausen:
Merzhäuser Straße 1
34628 Willingshausen
willingshausen@rotkaeppchenland.de
www.malerkolonie.de

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