Wiege des Hessenlandes: Mattium, Maden und Mader Heide - Insidertipps - Reiseführer - Urlaub in der Grimmheimat Nordhessen
auf Karte zeigen
Legende schließen
Karte schließen Karte im Vollbild öffnen

Reiseplaner (0 Artikel)

Es befinden sich 0 Artikel in Ihrem Reiseplaner:

Reiseplaner drucken
  • Drucken

Wiege des Hessenlandes: Mattium, Maden und Mader Heide

,
von Volker Steinmetz, Magistrat der Stadt Gudensberg, 27.10.2009
, Bild vergrößern
Mattium, Maden und Mader Heide

Um das Jahr 775 wird der Gudensberger Stadtteil Maden urkundlich erwähnt und gilt heute als vermutlich ältester Ort Hessens. Maden war viele Jahrhunderte der Mittelpunkt des Chattenlandes.

Die Mader Heide, der Wotanstein und der Mader Stein, eine für die Region typische Basaltkuppe, sind Zeugen vieler Überlieferungen.

Die Grafschaft Maden war seit Kaiser Otto I. ein Reichslehen. Sie war mit Abstand die größte und bedeutendste der Grafschaften, in die das fränkische Hessen nach dem Ende der Vorherschaft der karolingischen Konradiner zersplitterte. 1027 wurden der schwäbische Graf Werner von Grüningen als Gaugraf in Hessen eingesetzt. Er und seine Nachfolger nannten sich nun Grafen von Maden.
Graf Werner III. Von Maden erweiterte sein Territorium beträchtlich über den eigentlichen Hessengau hinaus. Er erwarb größere Gebiete in Mittel- und Südhessen, im Rhein- und Neckargau. So war er es wohl, der seinen Sitz von Maden auf die neu errichtete Oberburg auf dem ca. 2 km entfernten Wotansberg verlegte. Dort bildete sich im 12. Jh. eine kleine Ansiedlung – das heutige Gudensberg.
Die Mader Heide ist möglicherweise identisch mit dem vom röm. Geschichtsschreiber Tacitus erwähnten „Mattium“. Dieser Ort war ein chattischer Kultplatz und bis ins 17. Jh. eines der wichtigsten politischen und kulturellen Orte des Hessenlandes. In chattischer und fränkischer Zeit war sie Hauptgerichts- und Versammlungsort. Bis Mitte des 17. Jh. wurden auf der kahlen Heidefläche die Hess. Landtage abgehalten. Das 50 Hektar große Areal bot mehreren tausend Menschen Platz.
Im Jahre 1247 wurde hier der Enkel der hl. Elisabeth, Heinrich I. von Brabant
(gen. das Kind) als 3-jähriger von den hess. Landesständen zum 1. Landgrafen von Hessen gewählt. Die Mader Heide kann somit zu Recht als Wiege Hessens bezeichnet werden.
Anfang des 18. Jh. wurden auf der Mader Heide eine große Zahl Hügelgräber aus der Jungsteinzeit entdeckt, so dass anzunehmen ist, dass sich dort bereits vor ca. 6.000 Jahren eine Kultstätte befand.
Heute wird die Fläche der Mader Heide landwirtschaftlich genutzt. Ein Wegweiser weist vom Gudensberger Ortsteil Maden den Weg zur Mader Heide.
Für Geschichtsinteressierte lohnt ein Ausflug, denn in Maden steht auch der
Wotanstein, ein beeindruckendes Megalithdenkmal.

 

Kontakt:
Magistrat der Stadt Gudensberg
Kasseler Str. 2
34281 Gudensberg
Telefon (05603) 933-0
Fax (05603) 933-222
www.gudensberg.de
info@gudensberg.de

 

Lage auf Karte

Karte öffnen
© Regionalmanagement Nordhessen GmbH - D-34117 Kassel - Tel. +49 (0) 561-97062-12 - E-Mail