Dokumentationszentrum und Heimatmuseum Wanfried - Museen - Kultur & Geschichte - Themen - Urlaub in der Grimmheimat Nordhessen
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Dokumentationszentrum und Heimatmuseum Wanfried

Blick auf Wanfried, © Hermann Müller Bild vergrößern
Blick auf Wanfried
© Hermann Müller

Was es wohl mit der Whisky-Wodka-Linie auf sich hat?

Das sehenswerte Dokumentationszentrum der deutschen Nachkriegsgeschichte ist in das Heimatmuseum Wanfried integriert. Es stellt eindrucksvoll und sehr anschaulich die regionale bzw. lokale Situation an der früheren innerdeutschen Grenze dar.

Deutschlands Teilung, Grenzfall und Wiedervereinigung

Besucher erhalten durch sachkundige Führungen umfassende Informationen über die Teilung Deutschlands, die Grenzöffnung im Jahr 1989 und die Wiedervereinigung beider Staaten.
Geschichte wird lebendig, wenn alltägliche Grenzgeschichten und tatsächliche, teils dramatische Begebenheiten erzählt werden.

Das Wanfrieder Abkommen und die "Whisky-Wodka-Linie"
bezeichnet den bedeutsamen Vertrag über einen Gebietstausch zwischen amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone vom 17. September 1945. Verhandelt und unterzeichnet wurde der Vertrag auf dem "Kalkhof" (an heutiger B 249 etwas außerhalb Wanfrieds gelegen).
Ein interessantes Exponat der Ausstellung ist die Schreibmaschine, die zum Verfassen des Vertrages verwendet wurde.
Hintergrund des Abkommens war, dass nach der Festlegung der Grenzen der Besatzungszonen Ende Juli 1945 die Nachschublinie der Amerikaner, die Bahnstrecke Bebra–Göttingen, im Raum Neuseesen bis Werleshausen etwa 5,6 Kilometer durch die sowjetische Besatzungszone verlief. Dadurch gab es Störungen auf der wichtigen Verbindung zwischen der amerikanischen Besatzungszone in Hessen und der amerikanischen Exklave Bremerhaven.

Weil im Anschluss der Vertragsunterzeichnung je eine Flasche Whisky und Wodka als Symbol der beteiligten Länder den Besitzer wechselten, wurde die Bahnlinie scherzhaft Whisky-Wodka-Linie genannt.

Das von BRD-Grenzen "umzingelte" Dorf
Ein Modell des thüringischen Dorfes Großburschla zeigt die unterschiedlichen Grenzsicherungssysteme der DDR und verdeutlicht die schwierige Lebenslage der dort ansässigen Menschen. Der kleine Ort war zu DDR-Zeiten von drei Seiten durch die Grenze umgeben.

Objekte der Ausstellung
Ausgestellt sind Originalteile der Sicherungsanlagen und interessante Dokumente über das geteilte Deutschland. Videofilme dokumentieren die Grenzhistorie.

Das Heimatmuseum Wanfried
zeigt einen Einblick in die Stadtgeschichte und die Bedeutung der Stadt als Endhafen der Werra-Weser-Schifffahrt. Außerdem gibt es eine bedeutende Sammlung von Werrakeramik, denn in der Zeit der Renaissance blühte in Wanfried das Töpferhandwerk. Die kunstvoll verzierten Keramiken gelangten durch den Deutschen Johannes Fleischer um 1617 nach Jamestown/Virginia und wurden bei Ausgrabungen des James Fort unter dem Sand der James-River-Mündung geborgen. Die Archäologin Beverly A. Straube brachte Bruchstücke davon im Januar 2008 zurück nach Wanfried.

Öffnungszeiten, Führungen, Eintritt:
01. März bis 31. Oktober, samstags 15 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 12 Uhr
oder nach tel. Absprache unter +49 (0)5655 1312 oder +49 (0)5655 1067

Eintritt (Neuregelung ab 1.1.2013): Erw. 3,00 €; Kinder 8-18 Jahre 1,50 €; Gruppentarife nach Vereinbarung.

Führungen sind auch in englischer und französischer Sprache möglich.

Infos/Kontakt

Heimatmuseum Wanfried und Dokumentationszentrum zur deutschen Nachkriegsgeschichte:
Uwe Eberhardt, Klaus Streitenberger
Marktstraße 2 (Keudellsches Schloss)
37281 Wanfried
Tel: +49 (0)5655 1312 oder 1067

Lage auf Karte

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